zuhören und miteinander reden

Neuerdings hat man es hierzulande immer mehr mit Menschen zu tun,
die verlangen, dass andere ihnen zuhören und mit ihnen reden.
Es reicht denen nicht mehr, einfach ihre Meinung zu sagen,

nein, sie verlangen auch noch von Anderen, dass sie ihnen zuhören und mit ihnen reden.
Dass man sich mit ihnen an einen Tisch setzt und ausdiskutiert, was sie wollen.

Öffentlich ist das vor allem durch die Corona-Demos bekannt geworden.
Aber auch, und vor allem, im privaten Bereich nimmt das zu.

Ich ignoriere solche Personen einfach.
Wenn sie meine Zeit in Anspruch nehmen möchten,
können sie ja gerne zuvor nach meinem Stundensatz fragen.

Sinnvoller wäre aber allemal, sie gingen einfach zur Psychotherapie.
Dann haben sie jemanden, der ihnen zuhört und mit ihnen redet.

Eng damit zusammen hängt der Anspruch, jemand bräuchte nur "Entschuldigung!" zu sagen,
und dann müsste der Andere sein Fehlverhalten entschuldigen.

Also, derjenige, der ein Fehlverhalten zeigt, braucht nach dieser Ansicht gar nicht mehr den Anderen, der dadurch einen Nachteil hat, zu bitten, ihm dieses Fehlverhalten zu entschuldigen.

Es wird einfach gefordert, der Andere müsste dieser Aufforderung nachkommen.

Das hängt ursächlich mit der Verrohung der Sitten, der Moral und dem Verlust des Unrechtsgefühls in der Nazi-Zeit zusammen sowie mit der fehlenden Aufarbeitung der Nazi-Verbrechen in Deutschland.

Wenn man schon morden kann, wie es einem gefällt, ohne dafür belangt zu werden,
dann reicht ja wohl ein lockeres "Entschuldigung!" für vergleichsweise geringes Fehlverhalten,
mag sich der Bio-Deutsche denken.

 


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