die fiktion des "deutschen volkes"

Das sogenannte "deutsche Volk" ist eine Fiktion, die aus dem erfundenen "deutschen Mittelalter" erwachsen ist. 1871 wurde diese Fiktion (!) von mehreren deutschsprachigen Staaten aufgegriffen, die dann ein "Deutsches Kaiserrreich" gründeten.


Siehe auch: Die Mediävistik als Legitimationswissenschaft der Nazis und deutschen Nationalisten und deren Dekonstruktion

Wer käme heute auf die Idee, die BRD, Österreich und die Schweiz zu vereinigen?

Erst durch die beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts und die dadurch ausgelösten massiven Bevölkerungsverschiebungen kam es dann zum deutschen Volk, das wir heute als solches bezeichnen, also dass ich zumindest sprachlich und im Modus der staatlich gesteuerten Unterdrückung versteht.

Drei Kriege formten das deutsche Volk, das wir heute kennen.
Dazu gehört auch die Vertreibung und Ermordung eines Teiles der Staatsangehörigen des Deutschen Reiches in der Zeit von 1933-1945, insbesondere der Juden, aber auch der Schwerbehinderten, der Homosexuellen, der Sinti und Roma, der politischen Gegner usw.
Sonst würde das "deutsche Volk" heute ganz anders aussehen - insbesondere hätte es mehr Spitzenkräfte!


Die Fiktion eines "deutschen Volkes" diente der Wirtschaft Preussens (der absolut stärksten deutschsprachigen Macht) und später Westdeutschlands (Alt-BRD), um billige und qualifizierte Arbeitskräfte "heim ins Reich" zu holen - also alle diejenigen und deren Nachkommen, die die deutschen Landen früher verlassen hatten.

Der Anschluss der DDR hat gezeigt, dass es gar kein "deutsches Volk" als solches gibt, jedenfalls nicht im Sinne der französischen, amerikanischen oder russischen Nation. Die Ossis wurden nach dem Ende der DDR enteignet und werden heute in ihrem eigenen Land wie Deutsche 2. Klasse behandelt. Im Westen sind sie den Türken und anderen Migranten gleichgestellt.